DER UMBAU

Der erste Spatenstich fand am 17. Juni 2002 statt, also nach Saisonende. Doch schon ab August hatte die Baustelle ständig tausende Zuschauer. Denn während die Arena von Grund auf neu errichtet wurde, musste der Spielbetrieb kontinuierlich gewährleistet sein.

Um dies zu erreichen, ging man phasenweise vor. Zunächst wurden die Seitentribünen hinter den Toren gesprengt und neu errichtet. Dies geschah parallel in Ost und West. Dann folgte ab Anfang 2003 die Gegentribüne. Die ersten Zuschauer begrüßte die Arena schon im Februar. Die Seitentribünen wurden für die Benutzung geöffnet, obwohl sie noch nicht vollständig ausgebaut waren. Schließlich konnten die Funktionsbereiche aus der Haupttribüne in die neue Gegentribüne evakuiert werden, und der letzte Teil des alten Waldstadions wurde abgerissen und neu hochgezogen.

Am längsten jedoch arbeitete man am Dach, alles in allem 1 ½  Jahre lang. Nach monatelanger Vorbereitung fand der „Big Lift“, das Hochfahren des Seiltragwerks des Stadiondachs, im Juli 2004 statt. 

Alles lief nach Plan und alles lief nach Vorschrift. Denn vom Pflichtenheft der FIFA über die hessische Bauordnung und diverse Sicherheitsrichtlinien bis zur Musterverordnung Versammlungsstätten mussten die Bauingenieure hunderte nationale und internationale Vorgaben exakt einhalten. Am Ende fühlte sich aber auch die Bauaufsicht sehr wohl in der neuen „Versammlungsstätte“...
 
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